Chronik des Vereins
1972 - Gründung
Am 7. April 1972 trafen sich folgende Personen um den Sportclub Rodau (SCR) ins Leben zu rufen:
Uwe Balzer, Heinz Bauer, Reinhard Bauer, Edmund Becker, Werner Becker, Willi Becker, Adolf Conrath, Otto Dorsch, Jürgen Dreher, Adolf Gärtner, Ottmar Götz, Adam Giesing, Bernd Giesing, Karl Giesing, Peter Giesing, Phillip Hofmann, Reiner Hoffmann, Herbert Kiesling, Rudolf Kiesling, Kral-Heinz Klein, Friedrich Kraft, Manfred Kullak, Willi Münster, Robert Mössinger, Hans Öhlenschläger, Waldemar Orlik, Helmut Ortmüller, Wilhelm Ritzert, Heinz Rothermel, Ludwig Rothermel, Richard Rothermel, Georg Sandner, Erich Schäfer, Philip Schemel, Günther Schweickert, Johann Schweickert, Werner Schweickert, Wilhelm Schweickert, Hans Waldmann, Peter Wahlig, Karl-Heinz Wrage und Lothar Weber.
1972 bis 1973 - 1. Vorsitzender, 1. Trainer, 1. Spiel, 1. Tor, 1. Saison
Adam Giesing wird einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt, erster Trainer wird Karl Giesing. Das Gasthaus "Zum Wiesengrund" wird Vereinslokal und die vereinsfarben grün-gelb sind dem Rodauer Wappen entnommen. Vereinswirt Phillip Hofmann spendet den ersten Satz Trikots und Wilhelm Ritzert den ersten Ball. Da man über kein geeignetes Sportgelände verfügt, wird Training und Spielbetrieb zunächst in Zwingenberg ausgetragen. Am 21. Mai 1972 bestreitet der SC Rodau das erste Spiel der Vereinsgeschichte beim SKV Hähnlein und unterliegt mit 0:2. Das erste Tor gelingt Peter Kleber am 11.Juni 1972 bei der 1:4-Niederlage gegen Elmshausen. Im August 1972 wird es dann Ernst, der Sportclub Rodau startet seine erste Punktspielrunde in der Kreisliga C-West. Bis zum Jahresende hat sich die Mitgliederzahl schon fast verdoppelt.
1973 bis 1987 - Jugendabteilung, Gymnastikabteilung, Spatenstich zum Bau des eigenen Vereinsheimes
Bereits nach einem Jahr verschafft sich der Verein einen "Unterbau" mit der Gründung der Jugendabteilung. Die Erste Mannschaft landet nach ihrer ersten Saison auf Platz 14, ein Jahr später bleibt allerdings nur die "Rote Laterne" für die Rodauer. Der junge Verein indessen gedeiht prächtig. Im Juni 1975 wird das sportliche Angebot durch eine Gymnastikabteilung erweitert. Da man inzwischen in Rodau trainiert aber über keine eigenen Duschräume verfügte, wurde 1978 erstmals der Gedanke über ein eigenes Vereinsheim laut. Nach etlichen Schwierigkeiten erfolgte schließlich am 22. Juli 1979 der erste Spatenstich. Vorwiegend in Eigenhilfe wurde der Bau innerhalb von 2 Jahren fertiggestellt. Sportlich hatte man die ersten zehn Jahre in den unteren Regionen der Tabelle verbracht, ehe man unter Trainer Karl-Heinz Rau 1983 mit Platz 6 erstmals in den oberen Regionen auftauchte. Nach zwölf Jahren an der Spitze tritt der rührige SCR Vorsitzende Adam Giesing 1984 aus gesundheitlichen Gründen zurück. Die Aufgaben - des nunmehr Ehrenvorsitzenden - übernimmt Kurt Schmidt.
1987 - 15. Jähriges Vereinsbestehen, Übergabe des Rasenplatzes
Obwohl es sportlich nach zwei erfolgreichen Jahren wieder abwärts ging, setzten sich die SCR-Verantwortlichen für den Bau eines eigenen Sportplatzes ein. Im Oktober 1985 konnte ein Traum realisiert werden. Die städtischen Gremien genehmigten den Antrag und stellten das Geld zum Bau eines Rasensportfeldes in Rodau bereit. Pünktlich zum 15-jährigeb Vereinsbestehen konnte der neue Rasenplatz im Juli 1987 übergeben werden. Mit neuem Rasen und neuem Trainer startete der SCR hoffnungsvoll in die Saison 1987/88. Leider endete die Saison mit einem enttäuschenden vorletzten Platz. Da Trainer und Verein merkten, daß man wohl doch nicht so gut zusammen paßte, trennte man sich nach nur einer Saison wieder von Volker Steinmetz.
1988 bis 1989 - Neuer Trainer, Start des SCR Echo
Mit Peter Giesing, Gründungsmitglied und langjähriger Spieler, kam 1988 seit langer Zeit wieder einmal ein echter "Rorrer" als Trainer zum SC Rodau. Dank seiner guten Verbindungen gelang es ihm einige namhafte Spieler nach Rodau zu holen. Nach einer gelungenen Saison steht die Mannschaft zum Rundenende 1988/89 auf dem 3. Platz. Burghard Büchner ist mit 35 Treffern maßgeblich daran beteiligt. Dies stempelte die einstige "graue Maus" natürlich zum Mitfavoriten für die neue Spielzeit. Kurz vor Jahresende riefen am 17.12.1989 Roland Ahlheim, Manfred Schneidt, Waldemar Scheuch, Bernd Müller und Jörg Borger die Vereinszeitung "SCR Echo" ins Leben.
1990 - Neuer 1. Vorsitzender, Aufstiegsrelagation, Ligenteilung
Bei der Generalversammlung am 19.01.1990 beendet Kurt Schmidt nach 6 Jahren seine Tätigkeit als Vorsitzender. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger gestaltete sich zunächst schwierig. Mit Heinz Rothermel wurde dann eine optimale Lösung gefunden. Sportlich ging es aufwärts, die Rodauer erreichten ihre beste Platzierung seit Vereinsbestehen. Mit beiden Mannschaften wurde der zweite Platz in der Kreisliga C-West belegt. Dieser zweite Platz berechtigte zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation in die Kreisliga B.
Mit zwei 1:2-Niederlagen gegen den FSV Rimbach und die FSG Bensheim scheiterte unsere Mannschaft jedoch und verblieb weiter in der Kreisliga C-West. Für die neue Saison gab es eine Sonderregelung. Die besten acht Teams beider C-Klassen bildeten ab der Saison 1991/92 die neue Kreisliga B. Den achten Platz zu erreichen, war Rodauer Minimalziel. Bis Anfang Dezember blieb man ohne Niederlage konnte aber nur vier mal als Sieger den Platz verlassen, so daß sich damals schon abzeichnete, daß man nicht um den Aufstieg, sondern um die Qualifikation kämpfen mußte. Erst durch einen 6:3-Erfolg gegen FC Italia Bensheim im letzten Saisonspiel schaffte unsere Mannschaft den Sprung in die Kreisklasse B. Damit beendete auch Trainer Peter Giesing nach drei Jahren seine Tätigkeit beim SCR. Neuer Mann auf der Kommandobrücke wurde sein Co-Trainer Friedel Schäfer.
20 Jahre SCR, Abstieg gerade noch entgagen.
Mit hohen Erwartungen startete der SCR in die neue Runde. Aber es zeichnete sich schon in der Winterpause ab, daß man wieder vor einer schweren Saison stehen würde. Nach dem Jahreswechsel gab es bei den erforderlichen Vorstandswahlen einen Führungswechsel im Vorstand. Nach nur zwei Jahren als SCR - Chef trat Heinz Rothermel zurück und Manfred Kullak übernahm die Führungsspitze im Verein. Die sportliche Misere hielt allerdings auch im folgenden Jahr an. Um die Talfahrt zu stoppen reagierten die Verantwortlichen, Friedel Schäfer mußte gehen und Marisavejevic Zivorad fungierte bis zum Saisonende als Interimstrainer um die Mannschaft vor dem drohenden Abstieg zu retten. Diese Maßnahme trug Früchte. Mit einem gewaltigen Schlußspurt erreichte unsere Mannschaft noch den zehnten Tabellenplatz und konnte im Jahr des 20-jährigen Bestehens noch dem Abstieg entgehen.
Ehrenmitgliedschaft und Ehrennadel für verdiente Mitglieder des SCR
Ludwig Ahlheim, Kurt Schmidt und Christian Münster erhalten für ihre Verdienste die bronzene Ehrennadel des Hessischen Fußballverbandes. Im Rahmen des jährlichen Sommerfestes werden Karl Giesing und Lothar Weber zu Ehernmitglieder ernannt.
1992 bis 1995 - Aerobicgruppe gegründet, Herbstmeisterschaft der Reserve, Abstiegsrelegation erfolgreich gestaltet.
Für die Saison 1992/93 wurde mit dem Lorscher Werner Diehl einer der renommiertesten Fußball-Lehrer des Kreises Bergstrasse unter Vertrag genommen. Mit ihm kamen gleich zwölf neue Spieler, wollte man doch eine Zittersaison wie letztes Jahr nicht noch einmal erleben. Lange Zeit konnte unsere Mannschaft dann sogar in der Spitzengruppe mithalten, ehe am Ende ein zufriedenstellender 6. Platz erreicht wurde. Der SCR wächst weiter. Am 10.05.1993 trifft sich zum ersten Mal die Abteilung "Wirbelsäulengymnastik", die sich bald als Aerobicgruppe umgestaltete. Zur Winterpause stand die erste Mannschaft mit ausgeglichenem Punkteverhältnis nur im Mittelfeld. Allerdings gelang es der immer etwas im Schatten stehenden Rodauer Reservemannschaft die "Herbstmeisterschaft" zu erringen.
Die Rückrunde verlief dramatisch, unsere Mannschaft rutschte immer mehr nach unten und mußte schließlich nach einem Entscheidungsspiel gegen den VFR Bürstadt (2:3) in die Abstiegsrelegation. Erst in wirklich letzter Sekunde gelang dem SCR der Klassenerhalt. Nach einem 1:1 im Hinspiel gegen Unterschönmattenwag und einem erneuten 1:1 im Rückspiel in Rodau brachte erst die Verlängerung die Entscheidung zugunsten Rodaus. Am Ende stand es 4:1, damit konnte der SCR abermals den Abstieg in die C-Klasse vermeiden.
Danach war die Zielsetzung für die neue Spielzeit 1994/95 klar, man wollte mit der Abstiegszone nicht in Berührung kommen. Zu mehr reichte es dann auch nicht, denn mit 27:29 Punkten und einem 9. Platz war der SCR braves Mittelmaß.
1996 - SCR im Radio, Theaterstück zur Weihnachtsfeier, Neuer Vorstand, Meisterschaft der Reserve
Erneut nahmen die Rodauer einen erneuten Anlauf um endlich einmal den Aufstieg zu schaffen. Und trotz starker Konkurrenz lagen wir nach der Vorrunde auf Platz 4, während unsere Reservemannschaft zum zweiten Mal Herbstmeister wurde. Bei einer von der Aerobicgruppe organisierter Radiosendung wird der SCR auch über die Grenzen Rodaus bekannt. Bei der Weihnachtsfeier präsentieren einige SCR-Mitglieder zum ersten Mal ein Theaterstück. Bei der Jahreshauptversammlung 1996 tritt Waldemar Scheuch als 1.Vorsitzender die Nachfolge von Manfred Kullak an. Auch bei der Wahl des restlichen Vorstandes geht ein "Generationswechsel" über die Bühne. Sportlich stand die Rückrunde ganz im Zeichen der Reservemannschaft, die mit nur einer Niederlage Meister wurde. Der erste Titel der Vereinsgeschichte. Und dieser 19. Mai 1996 wird wohl für alle Beteiligten unvergeßlich bleiben.
1996 - Länderspiel gegen Chinas U18, Weiteres Ehrenmitglied
Im April 1996 kamen Rodaus Spieler in den Genuß eines besonderen Erlebnisses. Auf Initiative von Trainer Werner Diehl bestreitet der SCR ein "Länderspiel" gegen die Chinesische U18 Nationalmannschaft, der man knapp mit 0:9 unterliegt.
Der verdiente Ludwig Ahlheim wird Ehrenmitglied beim Rodauer Sportclub.
1997 - Neuer Trainer, SCR Echo stellt arbeit ein, 1 Aufstieg
Nach vierjähriger Tätigkeit verläßt Trainer Werner Diehl den SCR, mit Georg Eckhardt gelingt es einen hochkarätigen Spielertrainer nach Rodau zu holen. Seine konsequente Arbeit bringt bald Früchte, denn nach der Vorrunde stehen beide Rodauer Teams auf Platz 3. Nach sieben Jahren und exakt 100 Ausgaben stellt das "SCR-Echo" aus Zeitgründen seine Arbeit ein.
Was lange währt wird endlich gut. Nach einigen Anläufen gelingt dem Sport-Club Rodau zum Ende der Saison 1996/97 endlich der Aufstieg. In zwei Relegationsspielen gegen den TSV Auerbach die zuhause 3:0 und im Weiherhaustadion 1:1 endeten, schafft Rodau endlich den Sprung in die A-Klasse.
1997 bis 2001 - 25 Jahre SCR, In der A-Klasse etabliert
25 Jahre SC Rodau - das wäre alles nicht möglich gewesen ohne die selbstlose Hilfe von "Vereinsverrückten", treuen Fans und Sponsoren.
Vom 4. - 6. Juli 1999 feierten wir 25 Jahre SC Rodau.
In den nächsten 3 Jahren war der SCR in der Kreisliga A beheimatet. Es verlief für den SC Rodau unter Trainer Georg Eckhardt mit Höhen und Tiefen.
2001 bis 2003 - Trainerwechsel, Abstieg, Aufstieg
In der Spielzeit 2001/02 ging Georg Eckhardt und Jürgen Deckenbach kam als neuer Spielertrainer.
Sportlich verlief sein Trainerdebüt nicht ganz nach Wunsch. Der SC Rodau mußte nach der Saison den bitteren Gang zurück in die B-Klasse antreten. Schon gleich nach dem letzten Spiel in der A-Klasse schworen sich Spieler und Trainer gemeinsam in der Saison 2002/03 alles dafür zu geben um den sofortigen Wiederaufstieg zu realisieren. Tatsächlich gelang dies, nach erneut zwei Relationsspielen, diesmal gegen den SV Winterkasten 1:0 und 3:3, standen wir am Ende der Saison wieder in der A-Klasse.
2003 bis 2005 - Entlassung von Georg Eckhardt, Auf und Nieder,..
Wieder ein neuer, alter Trainer: Jürgen Deckenbach ging und Georg Eckhardt fand wieder einmal den Weg zu uns.
Nach Abschluß der Saison 2003/04 und dem knapp verpaßten Relegationsplatz war die Euphorie für die kommende Runde doch sehr groß. Doch einem total verpatzten Saisonstart wurde im November 2005 ein Trainerwechsel vollzogen.
Für den etwas Glücklosen Georg Eckhardt kam mit Otto Timmermann ein im Raum Bergstrasse relativ unbekannte ehemaliger Oberligaspieler des SC Victoria Griesheim nach Rodau. Doch auch er kann den erneuten Abstieg nicht verhindern. Diesmal muß der SCR nach zwei Relegationsspielen gegen die TG Trösel in der B-Klasse einen neuen Anlauf in Richtung A-Klasse nehmen.
2005 bis 2006 - Berg und Talfahrt hält weiter an.
Auch diesesmal konnten wir wieder den Aufstieg erreichen, wo wir bis auf den letzten Spieltag die Tabelle anführten. Aber wie all die jahre zuvor ist die A-Klasse kein gutes Pflaster für uns und am Ende der Saison 05/06 blieb nur der abermaliga Abstieg in die Kreisklasse B.
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